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Baku Reisen – Flammentürme und mehr

Mit mehr als zwei Millionen Einwohner ist Baku die grösste Stadt im ganzen Kaukasus und sie ist noch immer dabei, ihren Einfluss zu vergrössern. Die teilweise noch ummauerte Altstadt von Baku wurde ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen und bezaubert auf Aserbaidschan Rundreisen mit der verwinkelten orientalischen Architektur, welche auch Paläste, Mausoleen und Moscheen sowie diverse Türme umfasst, wie den Jungfrauenturm aus dem 11. Jahrhundert. Bei einem Erdbeben im Jahr 2000 wurden allerdings weite Teile der Altstadt zerstört und nicht wieder aufgebaut. Stattdessen wurden moderne Bauten erstellt, was die UNESCO veranlasst hat, die Altstadt auf die Rote Liste der gefährdeten Kulturgüter zu setzen. Weitere Stadtteile des am Ufer des Kaspischen Meeres liegenden Baku wurden in der Gründerzeit und zur Sowjetzeit erbaut und bestechen mit den jeweiligen Architekturstilen. Ab 2000 kam es zu einem Bauboom mit modernen Gebäuden und Hochhäusern, besonders stechen die drei Flammentürme hervor, die 2013 zum neuen Wahrzeichen von Baku geworden sind. Des Weiteren findet man in der Stadt zahlreiche Museen wie das Teppichmuseum, viele Kulturstätten und auch orientalische Märkte. Das Nachtleben von Baku ist berühmt, auch exklusives Shopping kommt in der Stadt nicht zu kurz. Baku ist auf jeder Aserbaidschan Reise einen Besuch wert.

Der Palast des Khans

Auch wenn die Region um Sheki schon seit 2700 Jahren besiedelt ist, hat die Stadt viel durchlebt. Immer mal wieder wurde sie verlassen und/oder zerstört, so dass die ältesten Gebäude gerade noch aus dem 16. Jahrhundert stammen. Aber die haben es dafür in sich: Die UNESCO hat die Altstadt von Sheki sogar ins Welterbe aufgenommen. Denn neben den Karawansereien aus der Zeit der Blüte der Seidenstrasse findet sich hier der Khanspalast aus dem 18. Jahrhundert. Bis zur Anschluss an das Russische Reich im Jahr 1747 war Sheki die Hauptstadt des gleichnamigen Khanats. Der Palast des Khans wurde im persischen Stil errichtet und diente als Sommerresidenz des Herrschers. Besonders reizvoll sind dabei die Malereien und Verzierungen im Inneren des Gebäudes. Die Anlage war allerdings mal bedeutend grösser, doch die weiteren Flügel sind im Laufe der Zeit zerfallen. Nur der Sommerpalast blieb erhalten und wurde ab 1850 renoviert. Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Stopp im bezaubernden Sheki zu machen.

Aserbaidschan Reisen - Tierreiche Nationalparks

Die gesamte Kaukasus-Region gilt bezüglich der Biodiversität in Europa als einmalig, dies ist natürlich auch in Aserbaidschan der Fall. Deshalb hat die Regierung neun Nationalparks gegründet, Ziel ist es, 15 – 20 % des Staatsgebiets zu Schutzzonen zu erklären. Je nach Klima sind andere Tiere in den verschiedenen Parks beheimatet, aber die Vielfalt ist so oder so beeindruckend. So finden sich im Zangezur Nationalpark zum Beispiel der Persische Leopard, die gestreifte Hyäne oder die Bezoar-Ziege. Besonders für Vogelliebhaber eignet sich der Ag-Gel Nationalpark, der unter anderem den See Aggöl umfasst. Hier finden sich im Laufe des Jahres bis zu 140 Vogelarten ein. Auch seltene weisse Pelikane oder Seeadler können hier beobachtet werden. Der Shirvan-Nationalpark wurde eigentlich nur eingerichtet, um die gefährdete Goidered Gazelle zu schützen. Aber natürlich finden hier auch zahlreiche andere Tierarten wie die Dschungelkatze oder der Schakal ein Zuhause. Und auch am Kaspischen Meer, dem grössten See der Erde, besteht mit dem Samur-Yalama-Nationalpark ein Schutzgebiet. Hier trifft man auf viele Vogelarten, aber auch auf Bären, Luchse und Rotwild. Für Naturliebhaber sind die Nationalparks in Aserbaidschan also praktisch ein Muss.

Aserbaidschan Facts - Das ewige Feuer

Das natürlich vorkommende Erdgas hat schon zur Antike immer mal wieder gebrannt, was dann zu „ewigen Feuern“ geführt hat, welche verehrt wurden. Nur etwa 30 Kilometer von Baku entfernt trifft man auf den grossen Tempel Ateschgah, welcher das „Ewige Feuer“ beherbergt. Auch wenn dieses heute aus einer Gasleitung kontrolliert gespeist wird, ist der Tempel aus dem Jahr 17. Jahrhundert noch immer ein beliebter Ausflugsort. Früher diente er verschiedenen Glaubensrichtungen als religiöse Stätte, heute ist es ein Museum. Doch das Feuer findet in Aserbaidschan auch weniger kontrolliert seinen Weg. Der Yanar Dag zum Beispiel ist der bekannteste Feuerberg im Land. Schon seit dem Altertum tritt hier Erdgas aus, welches sich selbst entzündet. Bis zu drei Meter hoch schlagen die Flammen, besonders nach Sonnenuntergang oder in der Nacht ist dies ein faszinierendes Schauspiel. Ähnliche Phänomene gibt es auch in anderen Regionen von Aserbaidschan, aber der Yanar Dag ist hervorragend touristisch erschlossen. Wo sonst kann man im Teelokal sitzen und den Flammen beim aus der Erde züngeln zuschauen?

Die Geschichte Aserbaidschans - Felszeichnungen

Die Geschichte des heutigen Aserbaidschans geht sehr weit zurück – mehr als 20‘000 Jahre. Denn in den 1930er Jahren wurden die einmaligen prähistorischen Steinzeichnungen von Qobustan entdeckt und in den 1960er Jahren unter Schutz gestellt. Mehr als 6000 verschiedene in den Stein geritzte Kunstwerke zeigen Menschen, Tiere, Kampfszenen, Tänze, Stierkämpfe, Soldaten mit Lanzen in der Hand, Kamelkarawanen, Bilder der Sonne und der Sterne und vieles mehr. Erstellt wurden diese Zeichnungen vor 5000 bis 20‘000 Jahren von einer unbekannten Zivilisation und weisen teilweise erstaunliche Details auf. Das Schutzgebiet Qobustan State Reserve umfasst 44 km² und umfasst auch noch 300 faszinierende Schlammvulkane - auf der ganzen Welt gibt es geschätzt gerade mal 700 davon. Auch Flora und Fauna von Qobustan können sich sehen lassen, obwohl sich diese offensichtlich in den letzten Tausenden von Jahren stark verändert hat. Vergleicht man die Tier- und Pflanzenwelt mit den Steinzeichnungen, dann waren damals andere Tiere in der Region unterwegs, zum Beispiel Tiger. Die Felszeichnungen von Qobustan sind ein einmaliges und spannendes Zeugnis der prähistorischen Zivilisation in dieser Region.