Reisen nach Usbekistan | Tashkent – Sowjetchic und Moderne

Bekannt für die zahlreichen Museen ist Tashkent - und auf den meisten Usbekistan Rundreisen der Ort, an dem Sie zum ersten Mal usbekischen Boden betreten. Im April 1966 wurde ein Grossteil der Stadt bei einem starken Beben zerstört, weite Teile des Landes liegen in einer seismisch aktiven Zone. Nur noch wenige alte Elemente der Stadt sind stehen geblieben, so z. B. die Kukeldasch-Medresse aus dem 16. Jahrhundert. In der Altstadt findet man aber trotzdem noch etwas orientalisches Flair. Dafür wurde die zerstörte Neustadt mit vielen Parks und Brunnen wieder aufgebaut und erstrahlt in neuem Glanz. Die Hauptstadt verfügt deshalb über eine gelungene Mischung aus sowjetischen Bauten und moderner Architektur. Dabei wurde allerdings schon zu Sowjetzeiten versucht, vielen Gebäuden einen usbekischen Anstrich zu geben, sie wurden mit typischen Stilelementen der Region versehen. Aber auch zahlreiche Mausoleen, Moscheen und Denkmäler gibt es in der Stadt zu bestaunen. Und im Basar Chorsu, der sich in einem Kuppelbau befindet und als einer der ältesten Basare Zentralasiens gilt, locken Gewürze, getrocknete Früchte und viele Kunsthandwerker. Ein Besuch lohnt sich.

Reiseziele in Usbekistan | Buchara – die Perle der Seidenstrasse

Ein hochtrabender Titel, den Buchara (oder Buxoro) da trägt – aber vielleicht gar nicht so zu Unrecht. Denn mit unzähligen Kuppelbauten, Moscheen, Minaretten, Mausoleen und Medresen (Islamschulen) bezaubert die Stadt die Besuchenden mit einem Flair wie aus 1001 Nacht. Die allgegenwärtigen grün und blau schimmernden Mosaiken, die wuseligen Basare und auch die 1000-jährige Zitadelle Ark locken viele Touristen an. Das Torgebäude Chor Minor war ursprünglich der Eingang zu einer Medrese und wird von vier, an Minarette erinnernden Türme verziert. Mitten im historischen Zentrum von Buchara findet sich das 50 Meter hohe Kalon-Minarett, das eigentliche Wahrzeichen der Stadt. Dieses wurde 1127 erbaut und hat alle Eroberungen der Stadt schadlos überstanden. Und mit der Mag'oki-Attori-Moschee verfügt die Stadt über die älteste Mosche Zentralsasiens, Teile davon wurden vermutlich schon im 9. Jahrhundert erbaut. Aber auch andere alte Handelsstädte wie Samarkand und Chiwa sind unbedingt einen Besuch wert. Tipp: Werfen Sie auch einen Blick auf unsere Angebote für Usbekistan Bahnreisen!

Highlights in Usbekistan | Berge und Wüste – Natur pur

Es ist eine fremde Landschaft, die uns Westeuropäer auf einer Usbekistan Gruppenreise erwartet. Karg und leblos wirkt sie auf den ersten Blick oft, trotzdem überrascht sie mit faszinierenden Farben und Felsformationen. Einsame Wüsten wie die Rote Sandwüste Qysyl-Qum kontrastieren mit der fruchtbaren und auch dicht besiedelten Fergana-Ebene, weite Steppen stossen auf hohe Berge wie das Tian Shan-Gebirge. Doch auch die niedrigeren Nurata Berge vermögen zu begeistern, das karge Gebirge ist einsam und weist weite Steppen auf. Eine faszinierende Vielfalt an Landschaftsformen und Klimazonen erwartet die Reisenden überall im Land. Die Strassen in Usbekistan sind oft nicht asphaltiert und je nach Region auch nicht in bestem Zustand. Aber die Begegnung mit der einsamen Natur, der überraschend vielfältigen Flora mit gegen 4000 verschiedenen Arten und den zahlreichen Tieren machen den mangelnden Komfort auf der Reise mehr als wett. Und immer wieder stösst man auf die freundlichen Menschen und deren einzigartige Kultur, auch wenn die Landschaft oft lebensfeindlich wirkt.

Der Aralsee in Usbekistan – faszinierende Katastrophe

Ursprünglich war der abflusslose Aralsee im Grenzgebiet zwischen Usbekistan und Kasachstan ein 68‘000 km² grosser Salzsee. Doch seit den 1960er Jahren stellt die zunehmende Austrocknung des Sees eine der grössten menschgemachten Umweltkatastrophen der Welt dar. Für die Landwirtschaft, insbesondere den Baumwollanbau, wurden grosse Mengen Wasser der Zuflüsse abgeleitet, so dass der Seespiegel dramatisch abgesunken ist. Früher war er der viertgrösste See der Welt, heute ist in einige Teile zerfallen. Je nach Niederschlagsmenge bewegt sich die Fläche noch um ca. 8000 km². Viele ehemalige Uferorte liegen nun kilometerweit vom See entfernt, die ehemaligen Fischerboote liegen irgendwo in der Steppe. Die Stadt Muinak z. B. war mal ein Fischerstädtchen, nun trennen sie 80 km Wüste vom Wasser. Ein grosser Teil der Einwohner hat die Stadt verlassen. Ein eigentlicher Schiffsfriedhof ist faszinierender Zeuge dieser tragischen Geschichte. Ein Besuch des Aralsees ist deshalb ein eindrückliches Erlebnis, das auf einer individuellen Usbekistan Reise nicht fehlen sollte.