Reisen nach Georgien - Tiflis, die Metropole in den Bergen

Es sind die heissen Quellen der Region, welche Tiflis (Tbilissi) den Namen gegeben haben – denn „tbili“ heisst auf Georgisch „warm“. Und während dieses warme Schwefelwasser noch heute in Badehäusern genutzt wird, hat sich drum herum eine Millionenstadt entwickelt, welche auch „Paris des Ostens“ genannt wurde. Die Stadt zieht sich die Hänge hoch, so dass die Höhenunterschiede zwischen den einzelnen Quartieren bis zu 350 Meter betragen können. Zahlreiche eindrückliche Kirchen, die Friedensbrücke oder auch der einmalige, etwas bizarre Glockenturm von Rezo Gabriadze sind auf auf Georgien Rundreisen in jeden Fall einen Besuch wert. Tiflis mag einmal eine wirklich wunderschöne Stadt gewesen sein, doch der Zahn der Zeit nagt an den alten Gebäuden und von der ganzen ehemaligen Pracht ist oft nicht mehr viel zu sehen. Auch haben Erdbeben viele Häuser beschädigt, was zum zerfallenen, etwas melancholischen Eindruck beiträgt. Doch Tiflis steht auch für die Zukunft, denn die Bemühungen sind gross, der Stadt mittels Renovationen und Neubauten wieder zum einstigen Glanz zu verhelfen. So wurde das typische Betlemi Viertel aus dem 18. Jahrhundert bereits 2004 sanft renoviert. Es gibt in der Stadt auf einer Georgien Reise sehr viel zu sehen, da lohnt sich für den Überblick eine Fahrt in die Höhe, zum Beispiel mit der Seilbahn zur Narikala Festung, denn die Bahn führt mitten über die Altstadt und die Festung bietet tolle Aussichten.

Georgien Highlights - Kirchen, Klöster und Kapellen

Die Georgier gelten als sehr religiös und das orthodoxe Christentum ist sowas wie die Staatsreligion, zu der sich ca. 80 % der Bevölkerung bekennen. Aber im Land finden sich auch andere Religionsgruppen wie Muslime, Juden oder diverse weitere christliche Kirchen. Aufgrund der tiefen Religiosität finden sich überall im Land zahlreiche eindrückliche Sakralbauten aus verschiedenen Epochen. Dabei wurden die ältesten Gebäude bereits im 5. Jahrhundert erbaut, wie z. B. die Bolnissi Kirche, wo auch eine der ältesten Darstellungen georgischer Schriftzeichen zu bewundern ist. Weitere sehenswerte sakrale Bauten sind das Dschwari Kloster aus dem 7. Jahrhundert, das als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen ist, das Höhlenkloster David Gareja, welches 25 km lang ist oder auch das seltsame, kleine Kazchi Säulenkloster, welches auf einer 40 Meter hohen natürlichen Kalksteinsäule erbaut worden ist, das jedoch nicht betreten werden darf. Ebenfalls sehr interessant ist die wiedererrichtete Bagrati Kathedrale aus dem 10./11. Jahrhundert, die vom 16. Jahrhundert bis 2011 nur noch eine imposante Ruine war. Dann wurde sie komplett wieder aufgebaut und erstrahlt jetzt in neuem Glanz. Doch auf Georgien Gruppenrundreisen stossen Interessierte im ganzen Land auf beeindruckende spirituelle Orte und Bauten.

Mzcheta – alte Hauptstadt mit grosser Geschichte

Seit über 3000 Jahren existiert die Stadt Mzcheta und vom 3. Jahrhundert vor Christus bis zum 5. Jahrhundert nach Christus auch die Hauptstadt des Iberischen Reiches, das im heutigen Georgien existierte. Heute bildet die Stadt am Zusammenfluss von Aragwi und Kura noch immer das religiöse Zentrum der georgischen Orthodoxie. Nur 20 km von Tiflis entfernt an der Seidenstrasse gelegen, profitierte die Stadt vom regen Handel über die antike Route. Prachtvolle Kulturdenkmäler wie Klöster und Kirchen sowie Ruinen von Burgen zeugen davon. Die UNESCO hat einige davon als Welterbe ausgezeichnet. In der Stadt sticht insbesondere die Swetizchoweli-Kathedrale aus dem Jahre 1010 mit ihren sagenumwobenen Säulen hervor, welche der Legende nach von Engeln hier platziert worden sind. Auch die Festung Armasziche aus dem 3. Jahrhundert vor Christus erzählt von der weit zurückreichenden Geschichte der Stadt. Neben den Baudenkmälern wurden auch weitere Teile der Stadt mit ihren typischen Holzbalkonen renoviert, dabei wurde aber nicht auf denkmalschützerische Authentizität geachtet. Trotzdem ist die Stadt ein beliebter Ausflugs- und Touristenort und sollte in keiner Georgien Reise fehlen. Tipp: Der Kluge reist im Zuge, besuchen Sie auch unsere Spezialseite für Georgien Bahnreisen und geniessen Sie die vorbeiziehenden Landschaften!

Georgien Reisen - Natur pur

Georgien ist sehr dünn besiedelt – mit einer Fläche von fast 70‘000 km² und weniger als vier Millionen Einwohnern hat die Natur sehr viel Platz, sich ungestört zu entfalten. Weite Teile des bergigen Landes sind praktisch unberührt, so dass sich hier eine einmalige Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten halten konnten. Von den 6500 Pflanzenarten, welche im Kaukasus gezählt werden, gelten 1600 als endemisch, kommen also nur hier vor. Es werden sieben Klimazonen gezählt, diese reichen vom subtropischen, eher feuchten Klima im Westen bis hin zum trockenen und gemässigten Kontinentalklima im Osten. Auch zahlreiche Tierarten wie Wölfe, Bären oder Bisons profitieren von dieser landschaftlichen und klimatischen Vielfalt, besonders auch Vogelkundler kommen in Georgien auf ihre Kosten. Elf staatliche Naturschutzgebiete ermöglichen den Reisenden, die Natur auf geführten Trekkings zu entdecken. Darunter sticht der Nationalpark Bordschomi-Charagauli im Kleinen Kaukasus hervor, der mit 85‘000 Hektaren einer der grössten Naturschutzgebiete in ganz Asien ist.

Abchasien und Südossetien – ein ungelöstes Problem

Auch wenn Georgien seit 1991 wieder ein eigenständiger Staat ist, ein Erbe aus der Sowjetzeit sorgt noch immer für Probleme. Während es in der Sowjetunion keine Rolle spielte, welcher der Schein-Republiken ein Gebiet angehörte, war das nach dem Zerfall der UdSSR vielerorts plötzlich ein Problem. Denn es fanden sich Völker praktisch über Nacht in neuen Ländern wieder, mit denen Sie eigentlich weder sprachlich noch kulturell etwas zu tun hatten. Dies führte in verschiedenen der neuen Staaten zu Problemen, Aufständen und Bürgerkriegen, so auch in Georgien. Die Regionen Abchasien am Schwarzen Meer und Südossetien im Norden Georgiens haben sich einseitig von Georgien losgesagt und sehen sich als eigenständig. Georgien hat keine Regierungsgewalt über diese Regionen, das heisst auch, dass diese Gegenden nicht bereist werden können. Aber Besucherinnen und Besucher von Georgien kriegen von diesen Konflikten nichts mit, diese Gebiete werden gemieden, auch finden überhaupt keine kriegerischen Handlungen statt. Trotzdem ist es ein bestehendes Problem Georgiens, das auch in naher Zukunft wohl kaum gelöst werden kann. Gerne beraten wir Sie persönlich und stellen Ihnen eine Georgien Reise nach Ihren Wünschen zusammen!