Natur – Das wahre Highlight einer Tadschikistan Reise

21 % des Landes stehen unter Naturschutz, allerdings wird dieser durch illegalen Holzschlag, Wilderei und unbewilligte Bauten untergraben. Trotzdem bietet Tadschikistan vielen Pflanzen und Tieren eine Heimat. Die verschiedenen Vegetationsstufen gehen von tropisch über arid (trocken) und alpin bis zu polar. Mehr als 5000 höhere Pflanzenarten werden gezählt, Dutzende davon gelten als endemisch, kommen also nur dort vor. Auch die Tierwelt kann sich sehen lassen. Unter den 84 in Tadschikistan gezählten Säugetierarten sind auch 45 bedrohte Tierarten zu finden, zum Beispiel der Schneeleopard oder das Marco-Polo-Schaf. Andere Tiere wie der Sibirische Tiger sind jedoch bereits ausgestorben. Besonders reizvoll ist auf einer Tadschikistan Rundreise aber allgemein die wilde Landschaft mit den hohen Bergspitzen, den wilden Flüssen und zahlreichen Seen. Das vergletscherte Hochgebirge und die fremdartige, karge Steppenlandschaft vermögen Besucher auf einer Tadschikistan Reise besonders zu begeistern.

Duschanbe – die junge Hauptstadt von Tadschikistan

Noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts war die Hauptstadt des noch jungen Landes nur ein kleines Dorf. In diesem wurde immer am Montag ein Markt abgehalten. Und genau deshalb heisst die Stadt auch Duschanbe, denn in der Sprache der Einheimischen heisst dies schlicht und einfach „Montag“. Die Stadt ist wirtschaftlicher, kultureller und politischer Mittelpunkt des Landes und liegt auch ideal, um auf einer Tadschikistan Gruppenreise das Land kennenzulernen. Aufgrund der jungen Geschichte ist die Stadt recht modern und weist nur wenige alte Baudenkmäler auf, die es sich zu besuchen lohnt, so zum Beispiel das Regierungsgebäude oder der alte Bahnhof. Allerdings lockt das Archäologische Nationalmuseum mit zahlreichen Funden aus der langen Geschichte der Region, so zum Beispiel auch eine der grössten Buddha-Statuen der Welt, welche 1966 im Süden des Landes ausgegraben worden war. Zudem sind die attraktiven Pärke und Gärten wahre Ruhepole im wuseligen Alltag der grössten Stadt Tadschikistans.

Die Geschichte Tadschikistans

Das Gebiet des heutigen Tadschikistan war immer wieder umkämpft und hat oft die Herrschaft gewechselt. Dies führt zu einer grossen Zahl an historischen Stätten, die viel über die Geschichte des Landes zu erzählen wissen. Perser, Chinesen und Russen haben im Laufe der Zeit über das Land regiert. Zahlreich sind die Überreste der Vergangenheit. So befindet sich zum Beispiel nahe der Stadt Hissar die historische Festung gleichen Namens. Diese wurde im 18. Jahrhundert für den Emir von Buchara errichtet und ist teilweise noch erhalten. Das dortige historische Museum liefert dazu spannende Informationen und stellt die gefundenen Artefakte aus. Viel älter ist die alte Stadt Panjakent, welche bereits im 5. Jahrhundert von den Sogdern an der Seidenstrasse erbaut worden ist. Sie verfügt über ein einmaliges Kanalsystem aus Keramik, eine Zitadelle sowie eine Nekropole und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Auch die zweitgrösste Stadt des Landes, Khujand, kann auf eine 2500-jährige Geschichte zurückblicken und bietet mit der Festung Temur-Malik aus dem 11. Jahrhundert, einem Mausoleum und einem sehenswerten Basar einen guten Einblick in die Geschichte und Kultur der Region. Überhaupt finden sich auf Tadschikistan Reisen überall Spuren der reichen Historie des Landes und immer wieder werden neue spannende Entdeckungen gemacht. Empfehlung: Entdecken Sie das Land bequem auf einer Tadschikistan Bahnreise und lassen Sie die faszinierende Landschaft an sich vorbei ziehen!

Der Pamir – das Dach der Welt

Wenn man an das „Dach der Welt“ denkt, fallen den meisten wohl der Himalaya und damit der Mount Everest, vielleicht noch Tibet ein. Doch auch der Pamir gehört dazu. Somit können Reisende in Tadschikistan auch das „Dach der Welt“ bereisen, denn der grösste Teil des Pamir liegt in der tadschikischen Provinz Gorno-Badakhshan. Der Pamir ist ein Hochgebirge, weite Teile sind ganzjährig mit Schnee und Eis bedeckt. Der höchste Berg des Gebirges ist der 7495 Meter hohe Ismoil Somoni. Auch findet sich hier der längste Gletscher ausserhalb der Polarregionen, der 70 km lange Fedtschenko-Gletscher. Allerdings sind weite Teile des Gebirges unzugänglich und touristisch auch nicht erschlossen. Dennoch können Besucherinnen und Besucher in den Genuss dieser unwirtlichen und einmaligen Welt kommen, denn der „Pamir Highway“ führt über 1252 km von Duschanbe bis ins kirgisische Osch. Der höchste Punkt der Strassenverbindung ist der Ak-Baital-Pass mit 4655 Metern – zum Vergleich, der Mont Blanc als höchster Berg Westeuropas ist 4810 Meter hoch. Die Strasse ist bis auf die Pässe fast durchgehend asphaltiert, allerdings lässt der Zustand des Belags oft zu wünschen übrig. Trotzdem ermöglicht diese Strasse, das einmalige Gebiet des Pamir zu bereisen und auch zu erleben. Die weiten Steppen, die hohen vergletscherten Berge und die reissenden Flüsse begeistern immer mehr Reisende aus aller Welt, auch wenn man beim Komfort einige Einbussen in Kauf nehmen muss. Tipp: Werfen Sie auch einen Blick auf unsere Tadschikistan Ferien Reisetipps!